Da ist Musik drin. Meinungen zu „Rock und Pop im Pott“

Schön, wenn über Ausstellungen diskutiert wird! Schade, dass das zu selten geschieht, aber umso größer ist die Freude über jedes zarte Pflänzchen einer engagierten und ernsthaften Auseinandersetzung. Deshalb lohnt der Blick nach Essen, denn dort zeigt das Ruhrmuseum bis zum 28.2.2017 Rock und Pop im Pott.

Klar, die Ausstellung ist sehenswert. Lesenswert ist ebenso Daniel Kasselmanns Kritik daran im Blog „Ruhrbarone“: Kuratoren außer Rand und Band. Thema und Inhalte der Ausstellung sind ihm natürlich wichtig, er schaut aber auch auf die Gestaltung und fragt, ob und wie man Musik eigentlich überhaupt angemessen ausstellen soll.

Der Text hat einige lesenswerte Kommentare ausgelöst – auch wenn die leider das Medium Ausstellung ein wenig aus dem Blick verlieren. Es findet sich dort eine sehr grundsätzliche Kritik eines „Zeitzeugen“ am Zuschnitt des Themas. Niemand der damals Beteiligten sei auf die Idee gekommen, „wir wären irgendwie eine ‚Ruhrgebietsband‘ (und schon gar nicht irgendwas mit dem bescheuerten ‚Pott‘) oder unsere Musik hätte ‚Ruhrgebietswurzeln‘. Dieser heute fördergeld-befeierte Lokalbezug war damals so weit weg und surreal wie der Jupiter oder Bowies linke Hirnhälfte.“ Museum als Identitätsfabrik?

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